lebenswerte Dörfer - Artenreiche Grünflächen und Streuobstwiesen

2025-2028 LEADER Projekt

Inhalt

In vielen Dörfern und Gemeinden sind öffentliche Grünflächen heute von intensiver Nutzung und häufiger Mahd geprägt. Das Ergebnis sind artenarme Rasenflächen mit hohem Pflegeaufwand und geringer biologischer Vielfalt. Gleichzeitig gehen traditionelle Nutzungsformen wie die Pflege von Streuobstwiesen durch Nutzungsaufgabe zunehmend verloren.

Mit dem Projekt „Lebenswerte Dörfer – Artenreiche Grünflächen und Streuobstwiesen“ setzt der Landschaftspflegeverband „Grüne Umwelt“ e. V. gemeinsam mit den Kommunen der LAG Bördeland gezielt an dieser Stelle an. Ziel ist es, öffentliche Grünflächen im Siedlungsraum schrittweise zu ökologisch wertvollen, vielfältig nutzbaren Lebensräumen zu entwickeln – im engen Austausch mit der Bevölkerung und den kommunalen Trägern der Pflege.

Projektansatz – Kooperativ und partizipativ

Im Mittelpunkt des Projekts steht ein kooperativer und partizipativer Ansatz. Die Entwicklung der Flächen erfolgt nicht nach einem starren Pflegekonzept, sondern angepasst an die örtlichen Gegebenheiten, Nutzungen und Wünsche.

Zu Beginn werden in Zusammenarbeit mit den Kommunen repräsentative Flächen ausgewählt und umfassend erfasst, u. a.:

  • vorhandene Vegetation

  • aktuelle Nutzung und Pflege

  • Eigentums- und Rahmenbedingungen

  • historische Nutzungen

Auf dieser Grundlage werden für jede Fläche individuelle Zielkonzepte entwickelt und gemeinsam mit Verwaltung, Betriebshof und Bevölkerung abgestimmt.

Öffentliche Grünflächen erfüllen vielfältige soziale Funktionen: Sie sind Orte der Erholung, des Spielens, der Begegnung und Teil des gewachsenen Ortsbildes. Diese Nutzungen stehen im Projekt gleichberechtigt neben den ökologischen Zielen.

Die Bevölkerung wird daher frühzeitig und kontinuierlich eingebunden – durch Informationsveranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit und eine öffentliche Befragung. Ziel ist es, lokale Erfahrungen, Ideen und Bedürfnisse aktiv in die Planung einfließen zu lassen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln.

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Massnahmen- flächenspezifisch und integrativ

Maßnahmen

Je nach Fläche und Ausgangszustand kommen unter anderem folgende Maßnahmen zum Einsatz:

  • Extensivierung der Pflege (z. B. reduzierte Mahdintervalle)

  • Anlage von Blühwiesen und Blühstreifen

  • Einsaat standortgerechter Pflanzenarten

  • Mahdgutübertragung zur Förderung regionaltypischer Arten

  • Pflege und Nachpflanzung von Obstbäumen in Streuobstbeständen

  • Aufwertung von Saum- und Randstrukturen

Die ökologische Entwicklung wird projektbegleitend dokumentiert und ausgewertet.

Nachhaltige Wirkung

Ein zentrales Ziel des Projekts ist es, die gewonnenen Erkenntnisse in dauerhafte Pflegekonzepte zu überführen. Diese sollen:

  • ökologisch wirksam,

  • praktikabel für die kommunalen Betriebshöfe

  • und langfristig kosteneffizient sein.

So entstehen Grünflächen, die nicht nur artenreicher, sondern auch pflegeleichter und für die Menschen vor Ort attraktiver sind.

Förderung

Das Projekt wird im Rahmen der regionalen Entwicklungsstrategie der LAG Bördeland umgesetzt und durch das Europäische Sozialfond und das Land Sachsen-Anhalt gefördert.

Projektlaufzeit:
01.07.2025 – 30.04.2028 (34 Monate)

Projektgebiet:
Gemeinden der LAG Bördeland
(Fokus zu Beginn: Gemeinde Sülzetal)

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