Hakelprojekt_3_Fläche

Hakelprojekt

Flächenmanagementmaßnahmen zur Verbesserung der Biodiversität im Europäischen Vogelschutzgebiet Hakel

Im Projektzeitraum wurden 214 ha Luzerne als Nahrungshabitatflächen für Greifvögel von landwirtschaftlichen Betrieben angelegt (entspricht 4,2 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche im EU SPA Hakel). Gegenstand der Verträge mit den landwirtschaftlichen Unternehmen als Umsetzungspartner war eine Vereinbarung von Schnittzeiträumen (2. Maihälfte + 1. Julihälfte) und Auflagen zum Verzicht auf bestimmte Pflanzenschutz- bzw. Düngemittel. Weitere Schnitte blieben den landwirtschaftlichen Betrieben freigestellt. Mit diesem System wurde eine räumlich und zeitlich gestaffelte Nutzung der Luzerne erreicht und damit die Nahrungsverfügbarkeit über den gesamten Zeitraum der Reproduktionsperiode gewährleistet. Neben Greifvögeln profitieren auch Feldhase und Feldhamster vom Luzerneanbau.

Als weitere Flächenmanagementmaßnahme wurden 36,56 ha Dauerbrachen (als Selbstbegrünung) und in geringerem Umfang Winterbrachen sowie Stillegungsflächen angelegt.

Im Projekt wurden die einzelbetrieblichen Auswirkungen der vorgesehenen Maßnahmen auf die Wirtschaftlichkeit der landwirtschaftlichen Unternehmen untersucht, so dass im Rahmen der Erarbeitung praktikabler Fördermechanismen erforderliche Ausgleichszahlungen Berücksichtigung finden konnten.

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